Kritik an die Verantwortlichen bzw. Verbesserungsvorschlag

Veröffentlicht auf von klö

Am Erfurter Hauptbahnhof herrscht zur Zeit ein buntes Treiben. Man kann rund um die Uhr Bauarbeiter sehen, die versuchen den irrwitzigen Plänen der Initiatoren nachzukommen. Alles muss pünktlich zur Eröffnung fertig sein, zu der Ministerpräsident Althaus und andere prominente Gäste geladen wurden.

Distanziert von diesem ganzen Geschehen möchte ich am gesamten Bau nur eine Kleinigkeit diskutieren. Mir sind Fertigstellung, lokales Prestige und Proportion des Bahnhofs relativ egal. Aber da ich des öfteren hier vorbei kam und den Baufortschritt beobachtete, möchte ich heute mein Wort an den Verantwortlichen richten:
Wie man links auf den Bilder sehen kann wurde eine beachtliche Stahl-Fachwerk-Konstruktion über die Gleise gezimmert, auf der das Dach des Bahnhofs ruht. Der Eindruck, den dieses Bauwerk vermittelt, ist meiner Meinung nach nicht zu unterschätzen. Nun komme ich jedoch zu meinem Kritikpunkt. Unter den Fernverkehrschienen verläufen die Gleise für die Stadtstraßenbahn und auch Busse befahren den Tunnel, welchen man auf der unteren Abbildung erkennen kann. Während der Bauphase wurden die Haltestellen für die Nahverkehrsmittel direkt in die Unterführung gelegt, um Transitwege zu verkürzen. An sich keine schlechte Sache, jedoch bedenke man sich jetzt beim Anblick meines Fotos das Gefühl, welches man hat, wenn man in diesem Tunnel steht. Über eine Länge von ca. 40 Meter erstreckt sich ein fette Betondecke. Das Foto ist jetzt eher in den abendlichen Stunden entstanden, aber auch tagsüber kann von der Anwesenheit des Tageslicht keine Rede sein.




















Nun frage ich mich, ein Architekt (oder mehrere) plant diesen ganzen Bahnhofsbau. Angefangen bei der generellen Form des Gebäudes bis hin zu den Fahrradständern. Jedoch hab ich das Gefühl, dass niemand sich Gedanken darüber gemacht hat, wie sich tausende Reisenden dort fühlen, wo sie jeden Tag vom Zug in Bus oder Tram umsteigen.
Der Blogartikel entstand eigentlich nur deshalb, weil ich einen gelungenen Verbesserungsvorschlag anbringen kann. Wenn ein Ingenieur eine solche Dachkonstruktion ersinnt, dann wird es ihm sicherlich auch möglich sein eine Tragwerk ausgelegt für Zugverkehr zu entwickeln. Zahlreiche historische Beispiele sind zusätzlich verfügbar, z. B. die Großhesseloher Brücke Man stelle sich nun einen solchen Stahlträger vor, auf diesem dann die Schienen installiert werden könnten. (Wer das nicht kann betrachte noch ein mal den unteren Teil der ersten Abbildung.) Diese Konstruktion jetzt an Stelle der Betondecke würde extrem viel Licht hinunter auf die Straße fallen lassen. Natürlich müsste man unter die Gleise noch ein entsprechendes Sicherheitsglas anbringen, um Passanten zu schützen. Auch die Baukosten würden steigen, aber ich mein die Erfurter haben sich ihren Bahnhof schon einiges kosten lassen, da wär es daruaf nicht angekommen.
Und letzt endlich sind wir doch mal ehrlich: Es wär schon geil, wenn man einen Güterzug oder einen ICE über sich hinwegdonnern sehen könnte und danach gemütlich in die StraBa einsteigt...
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