Volksentscheid Tempelhof
Am 27. April wird über den Erhalt des Flughafen Tempelhof entschieden. Das Gelände wird jedem -auch den nicht Berlinern- bekannt sein wenn er oder sie mal einen Blick auf den Stadtplan geworfen hat: die große grüne Fläche ist quasi unübersehbar:
Gestern hab ich mein Abstimmzettel per Post den Behörden zukommen lassen. Über meine persönliche Meinung möchte ich hier gar nicht sprechen, zu mal in Deutschland eine Wahl geheim bleiben sollte. Viel eher interessant sind einem die Möglichkeiten, die Fläche baulich bietet; zum anderen ist es die Geschichte des Flughafens.
1909 stellte Orville Wright, einer der bekannstesten Flugzeugpioniere, einen Startapparat auf und führte Flüge auf dem Tempelhof-Feld vor. Das war quasi die Geburtsstunde des Flughafen. Danach folgten zwei Flughallen und weitere Ausbau in der Weimarer Republik.
Das heutige Antlitz Tempelhofs ist ein Mischmasch aus den Rollbahnen, die zur Zeit der Berlinblokade entstanden und dem kolossalem Flughafengebäude aus dem Nationalsozialismus. Mit über 1000 Metern Länge hält es bis heute den Rekord in Europa. Zu seiner Erbauung war es der flächen größte Gebäudekomplex der Welt. Nur das Pentagon und Parlamentspalast in Budapest reihen sich momentan vor Tempelhof ein. Jedoch muss man erwähnen, dass der Innenaubau niemals beendet wurde.
Aber ich will hier auf ein anderes Kuriosum aufmerksam machen. Die Nazis waren größenwahnsinnig, vorallem Speer mit seiner Planung der Reichshauptstadt Germania. Das Flughafengebäude ist zwar nicht von ihm (sondern von Ernst Sagebiel), aber es verfolgt ähnlich wahnwitzige Ziele. Wie man erkennen kann krümmt sich der Komplex um die Grünfläche, auf der sich Start- und Landebahn befinden.
Das riesige Dach, welches man auf dem zweiten Bild sieht, bietet Platz für 100.000 Menschen. Diese Tribüne sollte Hitler für Flugschaune und Massenaufmärsche dienen. Die Türme, die man am hinteren Rand des Gebäudes erkennen kann sind nichts anderes als Treppenhäuser, welche den Massen ungehinderten Durchgang gewährleisten sollten. Meiner Meinung nach erkennt man am Ausmaß dieser gigantischen Planungen das krankhaftes Projekt Germania ziemlich gut.
Heute zur Zeit des Volksentscheid über die Zukunft des Geländes sind über 70% der Berliner (laut der Trägerin des angestrebten Beschlusses) sind für den Erhalt Tempelhofs. Die Bedeutung für viele West-Berliner, die der Flughafen zur Zeit der Luftbrücke hatte, wird ein Grund dafür sein. Auf der anderen Seite gibt es keine andere Großstadt auf der Welt in der mal mir nicht dir nichts ein Fläche so reisig wie der Tiergarten zur Bebauung frei wird. Ich mein die Möglichkeiten sind enorm und im Zentrum Berlins wird sich sicher der ein oder andere Investor finden. Der Senat wirbt für die Entscheidung gegen den Flughafen mit dem Versprechen innenstadtnah neue Wohnviertel, Gewerbegebiete und Freizeitmöglichkeiten für die Bürger der Stadt entstehen zu lassen.
Naja warten wir mal den Volksentscheid ab...
Gestern hab ich mein Abstimmzettel per Post den Behörden zukommen lassen. Über meine persönliche Meinung möchte ich hier gar nicht sprechen, zu mal in Deutschland eine Wahl geheim bleiben sollte. Viel eher interessant sind einem die Möglichkeiten, die Fläche baulich bietet; zum anderen ist es die Geschichte des Flughafens.
1909 stellte Orville Wright, einer der bekannstesten Flugzeugpioniere, einen Startapparat auf und führte Flüge auf dem Tempelhof-Feld vor. Das war quasi die Geburtsstunde des Flughafen. Danach folgten zwei Flughallen und weitere Ausbau in der Weimarer Republik.
Das heutige Antlitz Tempelhofs ist ein Mischmasch aus den Rollbahnen, die zur Zeit der Berlinblokade entstanden und dem kolossalem Flughafengebäude aus dem Nationalsozialismus. Mit über 1000 Metern Länge hält es bis heute den Rekord in Europa. Zu seiner Erbauung war es der flächen größte Gebäudekomplex der Welt. Nur das Pentagon und Parlamentspalast in Budapest reihen sich momentan vor Tempelhof ein. Jedoch muss man erwähnen, dass der Innenaubau niemals beendet wurde.
Aber ich will hier auf ein anderes Kuriosum aufmerksam machen. Die Nazis waren größenwahnsinnig, vorallem Speer mit seiner Planung der Reichshauptstadt Germania. Das Flughafengebäude ist zwar nicht von ihm (sondern von Ernst Sagebiel), aber es verfolgt ähnlich wahnwitzige Ziele. Wie man erkennen kann krümmt sich der Komplex um die Grünfläche, auf der sich Start- und Landebahn befinden.
Heute zur Zeit des Volksentscheid über die Zukunft des Geländes sind über 70% der Berliner (laut der Trägerin des angestrebten Beschlusses) sind für den Erhalt Tempelhofs. Die Bedeutung für viele West-Berliner, die der Flughafen zur Zeit der Luftbrücke hatte, wird ein Grund dafür sein. Auf der anderen Seite gibt es keine andere Großstadt auf der Welt in der mal mir nicht dir nichts ein Fläche so reisig wie der Tiergarten zur Bebauung frei wird. Ich mein die Möglichkeiten sind enorm und im Zentrum Berlins wird sich sicher der ein oder andere Investor finden. Der Senat wirbt für die Entscheidung gegen den Flughafen mit dem Versprechen innenstadtnah neue Wohnviertel, Gewerbegebiete und Freizeitmöglichkeiten für die Bürger der Stadt entstehen zu lassen.
Naja warten wir mal den Volksentscheid ab...
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